Am Freitag, den 29. April 2016 stellt sich die am 22. März 2016 neu gegründete Erzeugergenossen-schaft NATURSCHUTZ FLEESCH mit einer Veranstaltung in der Jugendherberge Echternach öffent-lich vor, dies im Beisein von Umweltministerin Carole Dieschbourg. 

Drei Jahre nach der Gründung des Markenzeichens NATURSCHUTZ FLEESCH durch die Naturver-waltung und dessen erfolgreicher Entwicklung stellt die Gründung der Erzeugergenossenschaft einen wichtigen Meilenstein zur nachhaltigen Absicherung und Übergabe der Verantwortung an die beteilig-ten landwirtschaftlichen Betriebe dar. 

Das Markenprogramm NATURSCHUTZ FLEESCH zur Vermarktung von Fleisch aus den Natur-schutzprojekten Luxemburgs ist ein zentraler Baustein der Strategie des „Naturschutz durch Nutzung“, mit dem die Luxemburger Naturverwaltung zur Steigerung der Biodiversität in Kooperation mit nahe-zu 60 landwirtschaftlichen Betrieben Projekte extensiver Ganzjahresbeweidung auf ca. 2.000 ha Flä-che vorantreibt. 

In diesen Projekten, in denen ökologische und ökonomische Aspekte im Sinne einer echten „green economy“ gleichberechtigt nebeneinander stehen, stellt die Erzeugung des hochwertigen Produktes NATURSCHUTZ FLEESCH und dessen angemessene Vermarktung in Luxemburg den Schlüssel zum Erfolg dieses Naturschutzansatzes dar. Dies wird – insbesondere seit Aufnahme von NATUR-SCHUTZ FLEESCH in das Sortiment der Supermarktkette Delhaize im Jahr 2014 – mit zunehmen-dem Erfolg im Rahmen dieses Markenprogramms umgesetzt. Aktuell wird NATURSCHUTZ FLEESCH der Rasse Angus in den Delhaize-Märkten, NATURSCHUTZ FLEESCH der Rassen Galloway und Highland-Cattle im Shoppingcenter Massen angeboten. Zudem nehmen 18 Restaurants in Luxemburg am Markenprogramm NATURSCHUTZ FLEESCH teil. 19 landwirtschaftliche Betrie-be erzeugen NATURSCHUTZ FLEESCH, als Fleisch aus ganzjähriger Weidehaltung mit robusten Rinderrassen in Naturschutzprojekten entsprechend den Vorgaben des Lastenhefts dieses Markenzei-chens. Bis 2017 wird sich die Zahl der Erzeuger durch bereits angelaufene und im Aufbau befindliche Projekte mehr als verdoppeln. 

Im Sinne einer gleichberechtigten „public-private-partnership“ übernimmt die Erzeugergenossenschaft NATURSCHUTZ FLEESCH, die zunächst von 8 Erzeugern gegründet wurde und nun allen Betrie-ben, die NATURSCHUTZ FLEESCH produzieren offen steht, zentrale Aufgaben in der Abwicklung und Weiterentwicklung des Markenprogramms. Die Naturverwaltung als Markeneigentümer und Fachbehörde für den Naturschutz in Luxemburg wird in der weiteren Zukunft insbesondere die Ein-haltung der für die Naturschutzprojekte und die Produktqualität wichtigen Kriterien absichern.

Durch Unterzeichnung einer Konvention zwischen der Naturverwaltung (vertreten durch ihren Direk-tor Frank Wolter) und der Erzeugergenossenschaft NATURSCHUTZ FLEESCH (vertreten durch ihren Präsidenten Hubert De Schorlemer) während der Veranstaltung zur öffentlichen Vorstellung der Erzeugergenossenschaft wird diese Zusammenarbeit auf eine vertragliche Grundlage gestellt. 

Im Zuge dieser Vereinbarung übernimmt die Erzeugergenossenschaft im Rahmen des Markenpro-gramms NATURSCHUTZ FLEESCH insbesondere folgende Aufgaben: 

• Koordinierung und Bündelung der Erzeugung von NATURSCHUTZ FLEESCH für die Ver-marktung. 

• Bereitstellung von Ansprechpartnern der Erzeuger im Markenzeichen NATURSCHUTZ FLEESCH für die Partner im Markenprogramm NATURSCHUTZ FLEESCH (Naturverwal-tung, Verarbeiter und Abnehmer). 

• Sicherstellung des Informationsflusses unter den Erzeugern im Markenprogramm NATUR-SCHUTZ FLEESCH. 

• Sicherung, Förderung und Unterstützung der Vermarktung von NATURSCHUTZ FLEESCH durch eigene Aktivitäten und enge Kooperation mit den Verarbeitungs- und Vermarktungs-Partnern innerhalb des Markenprogramms. 

 

Direkt gegenüber der Jugendherberge Echternach befindet sich die große Weide „Hougeriicht“ im Projekt des Betriebes Fernand Bollendorff aus Echternach, die ganzjährig mit Angus-Rindern extensiv beweidet wird. 

Am Ende der Veranstaltung bietet die Erzeugergenossenschaft eine Auswahl von NATURSCHUTZ FLEESCH, zubereitet von David Albert vom Restaurant „L’Ernz Noire“ zur Verköstigung an.